Siesta ist eine alte Tradition. Es bedeutet; nach dem Mittagessen für ein paar Minuten ein kleines Nickerchen zu machen. Es kann allgemein 20 bis 30 Minuten oder machmal sogar bis zu 2 Stunden dauern. Diese Tradition wird heutzutage noch in manchen Regionen Spaniens, in Lateinamerika, China, Nahost und Norafrika gepflegt. Das Wort ist aus dem Lateinischen hora sexta (die sechste Stunde) abgeleitet und bedeutet eine Erholungspause in der Mitte des Tages zwischen 12.00 und 15.00 Uhr, einzulegen, um neue Energie zu sammeln für die weitere Arbeit.

Siesta ist nicht nur einfach eine spanische Tradition. Sie hat eine biologische Grundlage. Nach dem Essen tritt das Schlafbedürfnis durch das Verdaungssystem ein. Wissenshaftlich ist es nachgewiesen, dass ein Siesta ca. 30 Minuten dauert sollte. Sie fördert die Blutzirkulation des Körpers, was dem allgemeinen Wohlbefinden dient, ist also gut gegen Stress und fördert die Lernfähigkeit.

Albert Einstein schätzte die Siesta. Winston Churchill lernte diese gute spanische Tradition in Kuba kennen. Einer der wichtigsten spanischen Autoren des 20. Jahrhunderts, der Nobelpreisträger Camlo Jose Cela hat mit seiner ironischen Art die Siesta beschrieben, er hat sie gemocht, gelobt und praktiziert. Nach ihm sollte man sich der Siesta im Schlafanzug und sitzend hingeben.

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